Die Lukaskirche ist die älteste evangelische Kirche Münchens und ein seltenes Beispiel eines protestantischen Jugendstilbaus im sonst katholisch geprägten Bayern. Sie ist ein Symbol der evangelischen Gemeinde in der bayerischen Landeshauptstadt.
Geschichte der Kirche
Die Lukaskirche wurde 1893–1896 nach Plänen des Architekten Albert Schmidt erbaut. München war seit der Gegenreformation überwiegend katholisch, doch im 19. Jahrhundert wuchs die evangelische Gemeinde durch Zuzug aus Norddeutschland und Preußen. Die Lukaskirche war der erste Neubau einer evangelischen Kirche in München und wurde zum Mittelpunkt der evangelischen Gemeinde im Stadtteil Isarvorstadt.
Die Kirche ist im Stil des Jugendstils und des Neobarocks errichtet – eine ungewöhnliche Kombination für eine protestantische Kirche, die in der Regel schlichter gestaltet ist. Die Fassade ist reich verziert, und der Innenraum zeigt Einflüsse des Art Nouveau. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt, aber wiederaufgebaut.
Protestantismus in München
München war seit dem 16. Jahrhundert katholisch – die Reformation konnte sich hier nicht durchsetzen. Erst im 19. Jahrhundert wuchs die evangelische Gemeinde, als München zur Hauptstadt des Königreichs Bayern wurde und Zuzug aus allen Teilen Deutschlands erfolgte. Heute gehören etwa 12 Prozent der Münchner Bevölkerung der evangelischen Kirche an. Die Lukaskirche ist ein Zeugnis dieser Geschichte.
Besucherinformation
Adresse: Marienplatz 3, 80337 München
Öffnungszeiten: Nach Ankündigung
Eintritt: Frei
Anfahrt: U-Bahn Fraunhoferstraße, 5 Min. zu Fuß
Sehenswertes in der Nähe: Deutsches Museum, Gärtnerplatzviertel, Viktualienmarkt, Marienplatz.