Die St. Pauli-Kirche in Hamburg-Harburg ist ein markantes Beispiel neugotischer Backsteinkirchenarchitektur des 19. Jahrhunderts. Sie wurde für die wachsende evangelische Bevölkerung des Hamburger Südens errichtet.

Geschichte der Kirche

Die St. Pauli-Kirche wurde zwischen 1882 und 1888 nach Plänen des Hamburger Architekten Eduard Karfahl erbaut. Die wachsende Industriestadt Harburg, die erst 1937 zu Hamburg kam, brauchte eine neue große Kirche für ihre evangelische Gemeinde. Die Kirche wurde im neugotischen Stil aus rotem Backstein errichtet – einem Material, das in Norddeutschland seit dem Mittelalter für Kirchenbauten verwendet wurde.

Die Kirche überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschädigt. Im Inneren ist die neugotische Ausstattung weitgehend erhalten – eine Besonderheit in Hamburg, wo viele Kirchen im Krieg zerstört wurden. Die Fenster und die Kanzel sind originale Ausstattungsstücke aus dem 19. Jahrhundert.

Geschichte von Hamburg-Harburg

Harburg war bis 1937 eine selbstständige Stadt im preußischen Provinz Hannover und ein wichtiger Industriestandort. 1937 wurde Harburg durch das Groß-Hamburg-Gesetz nach Hamburg eingemeindet. Der Stadtteil Harburg hat heute etwa 80.000 Einwohner und ist ein wichtiger Standort der Technischen Universität Hamburg (TUHH).

Besucherinformation

Adresse: Eißendorfer Str. 53, 21073 Hamburg

Öffnungszeiten: Nach Ankündigung

Eintritt: Frei

Anfahrt: S-Bahn Harburg, 5 Min. zu Fuß

Sehenswertes in der Nähe: Harburger Binnenhafen, TUHH, Helms-Museum, Lüneburger Straße.