Die St. Marienkirche in Wismar ist eines der bedeutendsten Bauwerke der norddeutschen Backsteingotik und UNESCO-Welterbe. Die Kirche ist ein herausragendes Zeugnis der Hansezeit und der Reformation in Mecklenburg.

Geschichte der Kirche

Die St. Marienkirche wurde ab dem 13. Jahrhundert als dreischiffige gotische Basilik aus Backstein errichtet. Das Mittelschiff wurde im 14. und 15. Jahrhundert auf die heutige Höhe gebracht. Die Kirche war die Hauptpfarrkirche der Hansestadt Wismar und eines der größten Gotteshäuser an der Ostsee.

1532 wurde in Wismar die Reformation eingeführt – die Kirche wurde evangelisch. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche 1942 durch britische Bomben beschädigt. Das Kirchenschiff wurde nach dem Krieg vereinfacht wiederaufgebaut, der Turm blieb als Ruine stehen und wurde später gesichert. Heute ist der Turm ein Wahrzeichen der Stadt.

Die historische Altstadt von Wismar mit ihren Kirchen St. Marien, St. Georgen und dem Heiligen-Geist-Spital gehört seit 2002 zum UNESCO-Welterbe.

Geschichte der Stadt Wismar

Wismar wurde 1226 als deutsche Stadt gegründet und entwickelte sich im 13. und 14. Jahrhundert zu einer der wichtigsten Hansestädte an der Ostsee. Die Stadt war ein Zentrum des Handels mit Schweden, Norwegen und dem Baltikum. Wismar war von 1648 bis 1803 schwedisch – eine Besonderheit in Norddeutschland. Heute hat Wismar etwa 44.000 Einwohner und ist ein touristisches Zentrum an der mecklenburgischen Ostseeküste.

Besucherinformation

Adresse: St.-Marien-Kirchplatz, 23966 Wismar

Öffnungszeiten: Mai–Oktober 10–17 Uhr; November–April nach Ankündigung

Eintritt: Frei (Spenden erbeten)

Anfahrt: Bahnhof Wismar, 10 Min. zu Fuß

Sehenswertes in der Nähe: Alter Hafen, Am Markt, St. Georgen, Heiliger-Geist-Spital, Schwerin.