Die Melanchthonkirche in Bretten ist dem großen Reformer und Humanisten Philipp Melanchthon gewidmet, der 1497 in Bretten geboren wurde. Sie ist eine Gedenkkirche und ein wichtiges Zeugnis der Melanchthon-Rezeption.

Geschichte der Kirche

Die Melanchthonkirche wurde im 19. Jahrhundert als Gedenkkirche für Bretten berühmtesten Sohn erbaut. Philipp Melanchthon (1497–1560) war der wichtigste theologische Weggefährte Martin Luthers und gilt als „Praeceptor Germaniae" (Lehrer Deutschlands). Er verfasste die Confessio Augustana, das grundlegende Bekenntnis der evangelischen Kirche, und prägte die evangelische Bildungslandschaft.

Die Kirche ist im Stil des Historismus erbaut und verbindet gotische und romanische Elemente. Sie ist die evangelische Hauptkirche der Stadt Bretten und ein Ort der Melanchthon-Erinnerung. Im Inneren erinnern Fenster und Inschriften an das Leben und Werk Melanchthons.

Geschichte der Stadt Bretten

Bretten wurde 767 erstmals urkundlich erwähnt und ist die Geburtsstadt Philipp Melanchthons. Die Stadt lag im Kraichgau, einer fruchtbaren Region in Baden-Württemberg. Im 16. Jahrhundert wurde Bretten evangelisch. Die Stadt ist heute mit etwa 29.000 Einwohnern ein regionales Zentrum im Enzkreis. Das Melanchthonhaus und die Melanchthonkirche sind die wichtigsten Gedenkstätten für den Reformer.

Besucherinformation

Adresse: Melanchthonstraße 7, 75015 Bretten

Öffnungszeiten: Nach Ankündigung

Eintritt: Frei

Anfahrt: S-Bahn Bretten, 5 Min. zu Fuß

Sehenswertes in der Nähe: Melanchthonhaus, Altstadt, Pfeifferturm, Kraichgau.