Die Lutherkirche in Köln-Süd ist eine der ältesten und bedeutendsten evangelischen Kirchen in der sonst katholisch geprägten Domstadt. Sie ist ein Beispiel für den Protestantismus im Rheinland.

Geschichte der Kirche

Die Lutherkirche wurde 1892–1894 nach Plänen des Architekten August Lange im neugotischen Stil erbaut. Köln war seit der Gegenreformation überwiegend katholisch – die evangelische Gemeinde war klein, wuchs aber im 19. Jahrhundert durch Zuzug aus Preußen. Die Lutherkirche war einer der ersten evangelischen Neubauten in Köln und wurde zum Mittelpunkt der evangelischen Gemeinde im Kölner Süden.

Die Kirche ist eine dreischiffige neugotische Hallenkirche aus Tuffstein mit einem markanten spitzen Turm. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt, aber wiederaufgebaut. Die Innenausstattung wurde dabei vereinfacht.

Protestantismus in Köln

Köln war seit dem 16. Jahrhundert eine katholische Hochburg – die Reformation konnte sich hier nicht durchsetzen. Erst im 19. Jahrhundert, als Köln preußisch wurde, wuchs die evangelische Gemeinde. Heute gehören etwa 15 Prozent der Kölner Bevölkerung der evangelischen Kirche an. Die Lutherkirche ist ein Zeugnis dieser Minderheitengeschichte.

Besucherinformation

Adresse: Bismarckstraße 45, 50672 Köln

Öffnungszeiten: Nach Ankündigung

Eintritt: Frei

Anfahrt: U-Bahn Rudolfplatz, 5 Min. zu Fuß

Sehenswertes in der Nähe: Kölner Dom, Hohenzollernbrücke, Römisch-Germanisches Museum, Altstadt.