Die St. Kilianskirche in Schweinfurt ist die älteste und bedeutendste evangelische Kirche der fränkischen Industriestadt. Sie ist nach dem irischen Missionar Kilian benannt und wurde im 16. Jahrhundert evangelisch.
Geschichte der Kirche
Die St. Kilianskirche wurde im 15. und frühen 16. Jahrhundert als spätgotische Hallenkirche errichtet. Sie war die Pfarrkirche der seit 1003 bestehenden Siedlung Schweinfurt. 1542 wurde die Reformation eingeführt – Schweinfurt war eine der ersten evangelischen Städte in Franken. Die Kirche wurde lutherisch und blieb es über die Jahrhunderte, auch als Schweinfurt nach der Gegenreformation von katholischen Gebieten umgeben war.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Schweinfurt als Zentrum der Kugellagerindustrie Ziel alliierter Bombenangriffe. Die Kirche wurde beschädigt, aber wiederaufgebaut. Der markante Turm mit seinem spitzen Helm prägt bis heute das Stadtbild.
Geschichte der Stadt Schweinfurt
Schweinfurt wurde 791 erstmals urkundlich erwähnt und war im Mittelalter eine freie Reichsstadt. Die Stadt lag an der Main und war ein Handelsort für Wein und landwirtschaftliche Produkte. Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Schweinfurt zum Weltzentrum der Kugellagerindustrie – Firmen wie SKF und FAG prägten die Stadt. Heute hat Schweinfurt etwa 55.000 Einwohner und ist ein wichtiger Industriestandort in Unterfranken.
Besucherinformation
Adresse: Kiliansplatz 1, 97421 Schweinfurt
Öffnungszeiten: Dienstag–Freitag 10–12 und 14–16 Uhr
Eintritt: Frei
Anfahrt: Bahnhof Schweinfurt Stadt, 5 Min. zu Fuß
Sehenswertes in der Nähe: Rathaus, Alte Reichsstadt, Museum Georg Schäfer, Mainufer.